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Unter Epilation versteht man mehrere Verfahren der Haarentfernung. Nicht nur die Behandlung mit einem Epilierer wird als Epilation bezeichnet. Auch die Nadelepilation, die Lasertherapie sowie die Lichttherapie bezeichnet man als dauerhafte Epilation.
Bei dem Verfahren der Nadel-Epilation muss jeder Haarfollikel einzeln verödet werden. Nur die Haare, die sich in den sichtbaren Wachstumsphasen befinden, können mit einem positiven Ergebnis behandelt werden, jedoch werden alle Haare behandelt, da die nötige Wachstumsphase nicht von außen sichtbar ist. Haare deren Blutversorgung bereits unterbrochen ist, d. h. Haare, die bereits abgestoßen wurden, sind nicht mehr nützlich für diese Behandlung, da sie nicht mehr als Leiter zu den Blutgefäßen dienen können. Jedes Haar muss durchschnittlich 2-mal behandelt werden, um es in der nötigen Wachstumsphase zu erfassen und dann erfolgreich zu epilieren. Die Nadelepilation ist eine langwierige Behandlung. Bei zwei Behandlungsstunden pro Woche (das ist Maximum, da es sonst gesundheitsschädigend ist), darf erst nach ungefähr 12 bis 15 Monaten mit einem kompletten haarfreien Ergebnis gerechnet werden. Hierbei werden zwei Verfahren angewandt.
Man unterscheidet zwischen Thermisches Verfahren und Elektrolytisches Verfahren.
  • In dem thermischen Verfahren arbeitet man mit Hochfrequenzstrom, der die erzeugte Wärme durch eine isolierte Nadel zu den Blutgefäßen führt. Dort werden in dem umliegenden Gewebe der Haarfollikel Schwingungen ausgelöst die zur Verbrennung der Zellen und der Blutgefäße führen. Dessen Verbrennung kann bis zu 5 Sekunden dauern und je nach Körperpartie sehr schmerzhaft sein. Vorher werden meist Betäubungscremes bis hin zu einer lokalen Betäubung benutzt. Hierbei ist zu beachten, dass nur Fachkräfte mit jahrelanger Erfahrung die Behandlung durchführen sollten, da es sonst zu erheblichen Nebenwirkungen kommen kann.
  • Bei dem elektrolytischem Verfahren wird mit einem „Gleichstromprinzip“ gearbeitet. Hierbei wird, genau wie bei der „Thermolyse“, Hochfrequenzstrom  zur Wärmeentwicklung verwendet. Die Behandlung der Elektrolyse unterscheidet sich in 3 Methoden. Zum einen gibt es ein statisch arbeitendes Gerät. Hierbei wird die stromlose Nadel in den Haarkanal eingeführt  und der Gleichstrom wird eingeschaltet. Nun beginnt die Zersetzung der Flüssigkeit, die sich um der Haarwurzel befindet. Dann wird der Hochfrequenzstrom eingeschaltet und durch die entstehende Wärme die Blutgefäße und Zellen verkocht. Bei der dynamischen Behandlung wird die Nadel mit einem kontinuierlich steigenden Gleichstrom eingeführt und am Ende langsam abgebaut. Der Grund ist, dass nur das Ein- und Ausschalten des Gleichstroms schmerzhaft ist und um dem aus dem Wege zu gehen, wird der Strom nicht ganz abgestellt. Die durch denn Hochfrequenzstrom erzeugten Schmerzen sind aber auch hierbei nicht zu vermeiden. Die sequenzielle Behandlung wurde auf die Schmerzlinderung spezialisiert. Das Steigen und Herunterfahren des Gleichstroms bleibt bestehen, hinzu kommt aber, dass der Hochfrequenzstrom gepulst wird. Hierbei wird aber oft nicht bedacht, dass zu einer Zerstörung der Zellen eine gewisse Energie vorhanden sein muss!